
Die Idee zu dieser Seite ist mir gekommen, nachdem Karin Goger und ich einen offenen Brief an den Bürgermeister unserer Gemeinde geschrieben haben und dieser offene Brief für Aufruhr gesorgt hat. Die Aufregung hat weniger die Gemeindebürger:innen erfasst, sondern mehr die Mitglieder im Gemeinderat. Ein Gemeinderat hat mit einem Dringlichkeitsantrag für den notwendigen Druck gesorgt. Angezeigt hätte ich werde sollen, meine berufsständigen Vertreter:innen sollten über mein lästerliches Verhalten informiert werden und so weiter und so fort.
In der Gemeinderatssitzung hat er seinen Antrag zurückgezogen und einen neuen Antrag formuliert. Gefordert wurde darin, dass sich der Bürgermeister aufs Schärfste von allem Bösen distanzieren soll. In der Begründung hat er uns dann als „gewisse Menschen“ tituliert, denen man nicht so viel Aufmerksamkeit zuteil werden lassen sollte, etwa indem man sie (also uns) beim Namen nennt. Das war natürlich ein interessanter Schachzug, bei dem er sich bis zur Kenntlichkeit entblößt hat. Wenn er uns namenlos macht, macht er genau das, was seine Urgroßväter im Geiste mit den Juden gemacht haben (und von dem sich der Bürgermeister [jetzt aber wirklich!] aufs Schärfste distanzieren soll). Diese haben dann plötzlich keine Namen mehr gehabt, sondern nur noch Nummern. Gut sichtbar in den Unterarm tätowiert.
Dieser gewisse Gemeinderat wollte vermutlich zum Ausdruck bringen, dass man uns – wie es auf gut Wienerisch heißt – nicht einmal ignorieren soll. Das mit dem Namenlos-Machen und der Österreichischen Geschichte dazu, das kann der arme Mann ja nicht wissen. Im Geschichteunterricht hat er vermutlich zu oft gefehlt.
Jedenfalls wollen wir seinen Versuch ehren und hier unter seinem Schmähtitel bloggen. Willkommen auf „Gewisse Menschen“.
Vorschau auf die Blogbeiträge
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Jetzt ist schon wieder was passiert
Jetzt stellt der Gemeinderat Markus Wiesler einen dringlichen Antrag für die Gemeinderatssitzung am 25.3. Darin fordert er nichts weniger als die Überprüfung, ob der offene Brief des Christian Tordy den Tatbestand der üblen Nachrede gegenüber der Gemeinde und ihren Organen erfüllt. Darüber hinaus möge man überprüfen, ob der Tordy mit dem Verfassen seines Schreibens seine…
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Mein persönliches Bürgerlied
ob wir rote, gelbe Kragen … seit dem letzten Eintrag ist viel geschehen. Die Bürgerbefragung ist abgeschlossen, das Ergebnis (gerundet): 75% Nein-Stimmen, 25% JA-Stimmen. Es gab noch zwei Rundschreiben von „besorgten Bürger:innen“ und im Nachgang eines von unserer „Gemeindevorständin“.
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Wem in der Küche zu heiß ist
… der sollte nicht Koch werden, heißt es in einer Redewendung. In diesem Sinne ist das Nachfolgende eine Botschaft an alle, die sich von unserem offenen Brief „tief betroffen“ fühlen. Das muss es nicht. Es ist ein politischer Kommentar zu einer politischen Aktion. Ein politischer Mandatar wirft sein gesamtes politisches Gewicht in die Waagschale, legt…
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Offener Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Deutsch Schützen Eisenberg
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Lieber Franz, wir schreiben dir als Bürger:in und Wähler:in und beziehen uns auf deinen „Bürgermeisterbrief“ zum Thema Bildungscampus Pinkboden und auf die Haltung, die aus diesem Schreiben „herausleuchtet“. Wir würden gerne grundsätzlich beginnen. Wir wünschen uns einen Bürgermeister, der einen Einblick in die Bedürfnisse der Gemeindebürger:innen hat und versucht, die unterschiedlichen Interessen zu…